Zum zweiten Mal lädt die tz zum True-Crime-Abend ein. Das Thema Einbruch zeigt, wie wichtig guter Schutz ist. Und dass auch Promis nicht sicher sind.
München – 11,11 Millionen Euro: So hoch wie nie war die Beutesumme, die sich Einbrecher im vergangenen Jahr in München ergaunert haben. Während Corona brach die Zahl der Fälle merklich ein. Zum einen, weil die Münchner zu Hause bleiben mussten. Zum anderen, weil die organisierten Banden und Täter, die oftmals aus Osteuropa stammen, nicht unterwegs sein konnten. „Corona war wie eine Schranke“, erklärte Winfried Kotschenreuther vom Kommissariat 53 des Polizeipräsidiums München in der Alten Rotation des tz-Verlagshauses.
Auch Prominente sind vor Einbrechern nicht sicher
Nach der Pandemie ging die Zahl der Einbrüche nicht wieder drastisch rauf. Heute ist der Stand in München mit 878 Fällen im Jahr 2024 weiter eher niedrig. Für die Beutesumme gilt das nicht – im Gegenteil: Der Beuteschaden ist viel höher als früher. Zum Vergleich: Im Jahr 2015 gab es 1413 Einbrüche in München, bei denen die Beute 5,41 Millionen Euro ausgemacht hatte. Heute ist der Schaden doppelt so hoch und die Zahl der Einbrüche fast halbiert! Tendenz: weiter steigend!
Selbst Prominente sind vor Einbrechern nicht sicher, wie etwa der Fall von Fußballstar Thomas Müller zeigt. Die renommierte Münchner Rechtsanwältin Nanni Herrmann hatte voriges Jahr den Täter vertreten, der – zusammen mit anderen – bei den Müllers teure Uhren und Bargeld klaute – im sechsstelligen Wert. „Der ganze Einbruch hat gerade mal fünf Minuten gedauert.“ In dieser Zeit warfen die Täter den Tresor des Fußballstars einfach über den Balkon und nahmen ihn dann mit.
Quelle: https://www.tz.de/muenchen/stadt/true-crime-in-der-alten-rotation-einbrecher-machen-immer-mehr-beute-in-muenchen-die-lage-ist-ernst-93986700.html

